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Fun Facts Chemie

Grünes Blut - und kein Alien

Bei einem Patienten in Kanada haben Ärzte Blut abgenommen. Es war grün. Ich denke, die Verwunderung lässt sich buchstäblich sofort begreifen: Hatten sie es mit einem Alien zu tun?

Aber nein, nähere Untersuchungen haben ergeben, dass das Migränemittel, das der Mann einnahm, mit dem Eisen im Blut so reagierte, dass es grün gefärbt wurde.

Pipi-Nachbau schmeißt chemisches Denken über den Haufen

Urea oder Harnstoff ist als Bestandteil des menschlichen Urins bekannt. Doch wie kommt der ins chemische Labor? Friedrich Wöhler hat mit der ersten Herstellung dieses Stoffs für ein Umdenken in der Chemie gesorgt.

1828 schaffte er etwas, was bis dahin als nicht möglich galt: Die Synthese von Harnstoff aus ganz popligen Zutaten. Bis dahin hatte man geglaubt, dass man die Moleküle des Lebens nicht aus den Molekülen des Unbelebten herstellen könne. Aber genau das machte Wöhler, denn Urea ist ein organisches Molekül der belebten Natur. 

Bis heute erfreuen wir uns ihrer Wirkung, Feuchtigkeit in der Haut zu binden, sie wird außerdem in Wundsalben, Medikamenten und als Stickstoff-Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt.

Reiches Wasser

In einem Wasserglas befinden sich mehr Wasser-Moleküle als es Wassergläser in allen Ozeanen zusammen gibt.

Salz in der Suppe

Für uns heute normal, doch über Jahrhunderte hinweg war der Besitz von Salz ein Zeichen für Reichtum. Masn nannte es "Weißes Gold", es gab ganze Handelsstraßen, um es vom Abbauort zum Nutzungsort zu transportieren.

Es wurde früher u.a. "Halit" genannt, was aus dem altgriechischen kommt und "Salz" bedeutet. Dieser altgriechische Name gab vielen Städten in Deutschland ihre Namen: Halle, Bad Reichenhall, Schwäbisch Hall, aber auch in der deutschen Form sind Städtenamen verewigt: Salzgitter, Salzburg, Bad Solingen etc.

Chemische Tanzparty

die EU-Kommission hat ein irres Video zur Reaktivität der Elemente entwickelt. Sieh selbst:

Autoreifen sind Chemiegiganten

In der Schule haben wir gelernt, dass alles aus kleinsten Teilchen - Atomen und Molekülen- zusammengesetzt ist. Stimmt auch. Und alles, was wir sehen, hat unzählige davon. Allerdings nicht der Autoreifen. Er besteht aus einem einzigen, ununterbrochenen Ketten-Molekül. Einem sogenannten Polymer, aus dem auch Kunststoffe bestehen. Gibt viele Sorten Polymere. 

Folgenschwere Teilchenbewegung

Im Sommer ist der Eiffelturm 15 cm größer als im Winter. Das hat man ausgemessen. 

Wenn es wärmer wird, bewegen sich die Teilchen im Inneren schneller. Und wer sich schneller bewegt, braucht mehr Platz. Folge: Stoffe dehnen sich aus bei Wärme und ziehen sich bei Kälte zusammen. Bei Gasen ist dieser Effekt sehr viel stärker als bei Feststoffen, aber gerade bei großen Bauwerken kann man ihn auch für festes Material deutlich messen.

Der Fachbegriff für die Teilchenbewegung ist übrigens BROWN'sche Molekularbewegung.

Kohlenstoff im Körper

Wir haben gelernt, dass alle organischen Moleküle ein Skelett aus Kohlenstoff haben.

Rechnet man allen Kohlenstoff eines erwachsenen Menschen zusammen, würde man aus ihm 9.000 Bleistifte machen können. 

Das ist auch der Grund, warum man einen Menschen bzw. dessen Kohlenstoff, der nach der Verbrennung als Asche übrig bleibt, zum Diamanten pressen kann. Diamanten sind reiner Kohlenstoff, der unter ganz bestimmten Bedingungen natürlich entsteht. Man kann diese Bedingungen nachbauen und so auch Diamanten gewinnen. Eben auch aus einem Menschen. Das gibt es tatsächlich, es nennt sich Diamantenbestattung.

Kohlenstoff auf dem Körper oder: Ötzis Tattoos

Auch auf dem Körper spielt Kohlenstoff eine wichtige Rolle bei manchen Menschen: Es ist DER Tattoo-Stoff schlechthin. Schon Ötzi, die 5.300 Jahre alte Leiche aus dem Eis der Tiroler Alpen, war 61 Mal tätowiert. Mit Ruß, dessen Hauptbestandteil Kohlenstoff ist.

Antibakterielles Metall

Es gibt nur ein Metall, das eine etwas antibakterielle Wirkung hat: Kupfer. Aber leider ist es auch schwer toxisch (=giftig) für uns...

Mendelejew, Vater des Periodensystems

Er kam mit seiner Mutter aus Sibirien über Moskau nach St. Petersburg. Sie legten dabei 1.500km zurück (!!!), weil sie sein Genie erkannt hatte und unbedingt wollte, dass er studiert. Sie hat die Reise nicht überlebt. Aber er hat was aus sich gemacht, der 14. von 17 Kindern: Er hat die Chemie auf klare Füße gestellt und ihr Aufblühen ermöglicht.

Aber in die coole Akademie der Wissenschaften wurde er nicht aufgenommen. Warum nicht? Das lag an seiner 2. Ehe. Er hatte sich von seiner ersten Frau scheiden lassen. Eine Scheidung hatte nach russischem Gesetz 7 Jahre zu dauern. Die waren noch nicht vorbei als er ein 2. Mal heiratete. Damit war die 2. Ehe ungültig und die Aufnahme in die Akademie der Wissenschaften wurde ihm deshalb verweigert.

Blauer Sauerstoff

Sauerstoff ist wichtig für unsere Atmung. Es ist farblos und gasförmig bei Raumtemperatur und weit darunter. Wenn man es aber abkühlt und es flüssig wird, ist er.... blau!

Flüssiges Glas

Feststoffe haben in ihrem Inneren eine sehr klare Anordnung ihrer Teilchen. Sie ist meist regelmäßig. Flüssigkeiten haben so etwas nicht, hier sind die Teilchen ungeordnet. 

 

Glas, dieser fest aussehende, leicht zerbrechliche Stoff, hat ungeordnete Teilchen im Inneren. Man nennt das eine amorphe Struktur. Amorph bedeutet "ungeordnet". Es wird deshalb nicht zu den Feststoffen, sondern zu den Flüssigkeiten gezählt. Es ist ein sehr, sehr, sehr zähflüssiges Material.

Und es hat eine weitere erstaunliche Eigenschaft: Es ist chemisch stabil gegenüber vielen Substanzen. Man nennt das chemisch inert. Deshalb eignet es sich so gut zum Lagern von Lebensmitteln. Zum Beispiel.

Es kann außerdem so geformt werden, dass es Sehschwächen korrigiert. Ein erstaunlicher Stoff, dieses Glas!