Fachbegriffe Biologie

Fachbegriffe sind in der Prüfung wichtig und werden von den Prüfern in Fragen genutzt oder man muss sie erklären können. 

Deshalb habe ich Dir hier eine Liste der Fachbegriffe mit kurzen Erklärungen dazu zusammengestellt. Da die Begriffe auch in den einzelnen Kapiteln auftauchen und dort noch etwas genauer beschrieben sind und in einem sinnvollen Zusammenhang stehen, sind auch Links an die entsprechenden Stellen hier zu finden.

Die Begriffe sind thematisch sortiert.

Da die Liste sehr lang wird, kannst Du mit der Tastenkombination "STRG + F" (also erst STRG, dann zusätzlich F drücken) auf der Seite nach Deinem Begriff suchen.

Ein Pfeil nach oben (↑) bedeutet, dass du diesen Begriff hier auch erklärt findest. Links führen dich zum ausführlichen Thema zu einem Begriff.

A

AB0-System

Blutgruppensystem - wichtig bei Bluttransfusionen.

Die eigene Blutgruppe ist genetisch durch die biologischen Eltern festgelegt.

Antigen

Alle möglichen körperfremden Strukturen, die von Antikörpern nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip erkannt werden. Das können z.B. die Hüllen von Bakterien und Viren oder Nahrungsbestandteile sein.

 

Antikörper

Bestandteil des Immunsystems. Jeder Fremdstoff, der in unseren Körper gelangt ist, hat die Bildung "seines" Antikörpers bewirkt. Antikörper bilden mit ihren Antigenen Komplexe und inaktivieren die potentiell schädlichen Antigene dadurch.

Arterien

Blutgefäße, die das Blut vom Herzen wegführen. Größte Arterie: Aorta (= Hauptschlagader) 

ATP

Universelle Energiewährung der Zelle. ATP heißt ausgeschrieben AdenosinTriPhosphat.

 

ATP ist ein Molekül, das Energie an verschiedene Reaktionen in der Zelle abgeben kann.


B

Blutgefäß

= Ader

Gefäß, in dem das Blut strömt

Blutkreislauf

Gesamtheit aller Blutgefäße, des Blutes selbst und des Herzens als Motor für die Blutbewegung.

 


C

Chlorophyll

grüner Pflanzenfarbstoff

Kommt in den Chloroplasten ↑ vor und ist für die Photosynthese unbedingt erforderlich.

Chloroplast

Zellorganelle, die nur in pflanzlichen Zellen vorkommt und für die Photosynthese verantwortlich ist. Enthält Chlorophyll ↑.


D


E

Enzyme

sind unter anderem im Verdauungssystem aktiv und bilden eine Untergruppe der Proteine ↑.

Aufgabe: Nahrung in die Einzelbausteine zerlegen, funktionieren nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip ↑.

 

eukaryotisch

Eukaryotische Zellen (Tiere, Pflanzen, Pilze, Einzeller) besitzen einen echten Zellkern, mit DNA und Zellkernmembran.

Zellen ohne Zellkern heißen prokaryotisch ↑.


F


G

Gewebe

Verbund aus gleichen Zellen ↑, z.B. Fettgewebe (besteht nur aus Fettzellen) oder Nervengewebe (besteht nur aus Nervenzellen) usw.


H


I


J


K

Kapillaren

Kapillaren

kleinste arterielle und venöse Blutgefäße, die einige wenige Zellen versorgen

 

Kohlenhydrate

= Zucker

wichtigste Energielieferanten, kommen direkt aus der Photosynthese der Pflanzen.

Besonders wichtig fürs Wohlfühlen: Vollkornprodukte, Ballaststoffe.

Nicht gut: Weißmehl und Haushaltszucker

Sollten die Hauptmenge (60%) der Gesamtkalorienmenge der Nahrung bilden.


L

Lipide

= Fette.

Energieträger in der Nahrung, bestehen aus Glycerin und Fettsäuren. 

 

Werden unterteilt in tierische und pflanzliche Fette, sehr kalorienhaltig, Fettkonsum soll gering sein (nicht mehr als 20% der Gesamtkalorienmenge).


M

Mitochondrien

Zellorganelle zur Energiegewinnung der Zelle, oft auch als "Kraftwerk der Zelle" bezeichnet. Hier landen Traubenzucker aus dem Essen und Sauerstoff aus der Atmung und werden in ATP überführt. 

 

Mitochondrien gibt es in tierischen UND pflanzlichen Zellen.


N


O

Organ

Verbund aus Geweben, die zusammen eine Aufgabe erfüllen, z.B. ist das Herz ein Organ, bestehend aus Blut, Muskelgewebe, Bindegewebe und Fettgewebe.

Organismus

Ein Organismus beinhaltet alle Organe und Organgewebe, die für sein eigenständiges Leben notwendig sind. 

 

Organismen sind Tiere, Pflanzen, Pilze und Bakterien. Viren sind keine, da sie nicht eigenständig leben können, sondern immer einen Wirt brauchen.

Organsystem

Verbund aus verschiedenen Organen, die zusammen eine Aufgabe erfüllen, z.B. besteht das Verdauungssystem unter anderem aus den Organen Magen, Dünndarm und Dickdarm.

 


P

Photosynthese

Eine andere Art, Energie und Baumaterial zu gewinnen.

Pflanzen und manche Bakterien und Einzeller haben Chloroplasten mit dem grünen Blattfarbstoff Chlorophyll. Chlorophyll ist bei Anwesenheit von UV-Licht (Sonne oder UV-Lampe) in der Lage, Traubenzucker aus dem Kohlendioxid in der Luft aufzubauen und Energie in Form von ATP herzustellen. Nebenprodukt ist der für uns so wichtige Sauerstoff. 

 

Die Gleichung der Photosynthese (oben: Wortgleichung, unten: in chemischer Zeichensprache) lautet:

prokaryotisch

Prokaryotische Zellen (Bakterien) haben keinen Zellkern, ihre DNA hat keine Zellkernmembran. 

Zellen mit Zellkern heißen eukaryotisch ↑.

Proteine

= Eiweiße

Baumaterial für Muskeln, Haare und andere Körperbestandteile.

Bestehen aus ca. 22 Aminosäuren, die gesunde Nahrung sollte 15-20% der Gesamtkalorienmenge an Proteinen enthalten.


Q


R


S

Schlüssel-Schloss-Prinzip

Im Körper funktioniert so ziemlich alles nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Alle Moleküle im Körper haben eine ganz bestimmte Form, die exakt zu einem Gegenstück passt - wie ein bestimmter Schlüssel in ein bestimmtes Schloss. Nur, wenn beide aufeinander treffen, passiert eine bestimmte Reaktion, z.B. öffnet sich etwas, es wird etwas hinzugefügt, um die Aufgaben eines Moleküls zu verändern, es wird etwas weggenommen usw.

Stoffaustausch

ist die Fähigkeit eines Lebewesens, Stoffe für den eigenen Körper zu nutzen und daraus Baumaterial und Energie zu gewinnen. Dabei entstehen Abfallstoffe, die aus dem Körper transportiert werden müssen.

Kurz: guter Stoff rein in die Zelle ↑, schlechter Abfallstoff wieder raus = StoffAUSTAUSCH. 


T


U


V

Vakuole

Zellorganelle, die es nur in pflanzlichen Zellen ↑ gibt. Sie ist Zwischen- und Endlager der Pflanze für Stoffe, die sie entweder im Augenblick oder gar nicht mehr braucht. 

Venen

Blutgefäße, die das Blut zum Herzen hinführen. Größte Vene: Hohlvene


W


X


Y


Z

Zellatmung

Die Zellatmung (oder auch "innere Atmung") dient der Energiegewinnung in jeder tierischen UND pflanzlichen Zelle. Hier wird aus dem Sauerstoff, den wir mit der Atmung aus der Luft aufnehmen (daher der Name), Energie gewonnen.

 

Zellkern

Alle pflanzlichen UND tierischen Zellen haben einen Zellkern. Die äußere Begrenzung ist die Zellkernmembran.

Innerhalb der Zellkernmembran befindet sich gut geschützt das Erbmaterial, die DNA. 

 

Zellmembran

Das ist der "Türsteher" der Zelle ↑, die Stoffaustausch-Barriere in allen tierischen UND pflanzlichen Zellen. Bei den tierischen Zellen ist es gleichzeitig die äußere Umrandung, bei den Pflanzen ist es die Schicht unterhalb der Zellwand.

Die Zellmembran ist der Türsteher der Zelle, sie bestimmt über Rezeptoren (= Türen, um bei dem Vergleich zu bleiben) und das Schlüssel-Schloss-Prinzip ↑, welche Stoffe in die Zelle hinein und aus der Zelle heraus dürfen. 

Zellorganelle

Jede Zelle ↑ hat in sich kleine Organe, die bestimmte Aufgaben erfüllen: Energiegewinnung, Herstellung von Molekülen, Informationsaustausch, Verpackung oder Transport.

Eine Organelle ist quasi ein kleines Organ in der Zelle drin. Organellen sehen unterschiedlich aus und jede hat ihre eigene Aufgabe. 

Zellplasma

Das Wort "Plasma" kommt in der Biologie oft vor. Es steht für "Flüssigkeit" - meist Wasser, in dem Stoffe gelöst sind. Vielleicht kennst Du den Begriff "Blutplasma"? Damit ist die Flüssigkeit unseres Blutes gemeint, in der die Blutzellen und Nährstoffe, Hormone, Enzyme, Antikörper usw. transportiert werden.

Das Zellplasma ist die Flüssigkeit in jeder Zelle.

 

Zellwand

äußerste Umrandung einer pflanzlichen Zelle, gibt ihr Stabilität und ist von Tüpfeln (Löchern) durchzogen, um den Stoffaustausch zu gewährleisten. In tierischen Zellen findest Du keine Zellwand!