Chemie - wichtige Fachbegriffe

Fachbegriffe sind in der Prüfung wichtig und werden von den Prüfern in Fragen genutzt oder man muss sie erklären können. 

Deshalb habe ich Dir hier eine Liste der Fachbegriffe mit kurzen Erklärungen dazu zusammengestellt. Da die Begriffe auch in den einzelnen Kapiteln auftauchen und dort noch etwas genauer beschrieben sind und in einem sinnvollen Zusammenhang stehen, sind auch Links zu den entsprechenden Stellen hier zu finden. Links führen dich zum ausführlichen Thema, bei dem der Begriff eine Rolle spielt.

Die Begriffe sind alphabetisch sortiert. Es sind Begriffe, die man bis Klasse 10 kennen muss. Die Liste für Abiturienten oder gar Studenten ist wesentlich länger!

 

Da die Liste sehr lang wird, kannst Du hier auf den Buchstaben klicken, dann gelangst du direkt zu allen Begriffen mit diesem Anfangsbuchstaben:

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ERKLÄRUNGEN
 !!! Laut Lehrplan muss man diesen Begriff zwingend kennen.
Das sind die wichtigsten Begriffe!

Der davor stehende Begriff ist hier auch erklärt.

Fettschrift 

direkte Erklärung des Begriffs

Kursivschrift 

Beispiele

Normalschrift 

zusätzliche Erläuterungen

A

!!! absolute Atommasse

 

Absorption

Aufsaugen von Stoffen durch andere Stoffe (Flüssigkeiten, Gase) oder die Umwandlung von Lichtenergie in Wärmeenergie, z.B. durch die Erde oder Kleidung (wenn das Sonnenlicht auf sie trifft, wird diese Lichtenergie aufgenommen und in Wärmeenergie umgewandelt, im Sommer an den heißen Steinen erkennbar).

Adsorption

Anhaften von Stoffen an andere Stoffe durch physikalische Wechselwirkungen

 

!!! Affinität

 

!!! Aggregatzustand

Es gibt fest, flüssig, gasförmig.

Jeder Stoff kann grundsätzlich jeden Aggregatzustand annehmen. Das kommt ganz auf Druck und vor allem Temperatur an.

Im festen Zustand bewegen sich die Teilchen wenig. Sie bewegen sich zwar, aber unterhalb der Schmelztemperatur für diesen Stoff. Im flüssigen Zustand bewegen sie sich schneller und brechen aus ihrem festen Gefängnis aus. Aber sie bleiben aufgrund von Zusammenhaltekräften, wie Van-der-Waals-Kräften ↑ und Wasserstoffbrücken ↑, noch immer dicht beieinander. Steigt die Temperatur weiter, bewegen sie sich noch schneller. Ab einem bestimmten Punkt (den nennen wir Siedetemperatur ↑) sind die Zusammenhaltekräfte kleiner als die Bewegungsschubser. Und schon fliegen sie in alle Himmelsrichtungen auseinander. Der Chemiker sagt: Der Stoff ist gasförmig.

!!! Aktivierungsenergie

Energieschub, den eine chemische Reaktion am Anfang benötigt, damit sie ablaufen kann.

Aktivkohle

poröses, meist schwarzes Material (aus Kohle, Obstkernen, Holz, Kokosnusschalen u.a.), an den sich Stoffe per Adsoprption ↑ anlagern können

physikalisch ↑ wirkendes Reinigungsmittel

 

 

 

!!! Aldehyd-Gruppe

 

!!! Alkanale

 

!!! Alkane, Alkene, Alkine

 

 

!!! Alkanole

auch: Alkohole (alte Bezeichnung)

 

!!! Alkansäure

 

!!! Aminogruppe

 

!!! Aminosäure

 

anorganisch

Moleküle, die nicht auf Kohlenstoff-Wasserstoff basieren, heißen anorganisch

z.B. anorganische Gase (O2, CO2, N2, He, Ar, Cl2), Salze (wie NaCl, MgSO4, CaCl2 u.a.), anorganische Säuren (wie H2SO4, HCl, H3PO4, H2CO3 usw.), Laugen (wie NaOH, KOH, Mg(OH)2, Al(OH)3 usw.)

Gegenteil: organisch ↑

Atom

Atome sind die kleinsten, mit chemischen Mitteln nicht mehr zu teilenden Teilchen, aus denen alles besteht. Das Wort "atomus" kommt aus dem Lateinischen und heißt "das Unteilbare". 

Atome lassen sich in verschiedene Sorten unterteilen. Sie unterscheiden sich ausschließlich in der Anzahl ihrer Teilchen, aus denen sie wiederum bestehen. Man kann diese "subatomaren" Teilchen aber nicht so leicht voneinander trennen. Subatomare Teilchen sind: Protonen, Elektronen und Neutronen. Im Kapitel "Atombau und PSE" erfährst du mehr darüber.

Atomhülle

Die Atomhülle ist der Raum außerhalb des Atomkerns ↑, in dem sich die Elektronen ↑ aufhalten. Sie "flitzen" da mehr oder weniger geregelt herum.

 

Atomkern

Der Atomkern ist das Zentrum eines Atoms ↑, in dem sich Protonen ↑ und Neutronen ↑ aufhalten.

!!! Atommasse

 

!!! Atommodell

 

!!! Außenelektronen

auch: Valenzelektronen


B

!!! Basen

auch: Laugen

Stoffe, deren Moleküle ein positiv geladenes Metall-Ion und ein negativ geladenes Hydroxid-Ion ↑ haben.

Mit Säuren ↑ kann man sie neutralisieren, zusammen mit Fetten reagieren Natronlauge und Kaliumlauge zu Seife ↑.

Basische Lösungen reagieren auf eine bestimmte Weise mit Indikatoren ↑ und färben diese an. So kann man sie von den Säuren ↑ unterscheiden.

Basen haben stets einen pH-Wert ↑, der höher liegt als 7. Je höher dieser ist, desto basischer ist eine Lösung.

Basen sind ätzend und werden in der Industrie und im Haushalt für vieles verwendet. Zum Beispiel kennt man Laugenbrötchen. Sie werden bei der Verarbeitung in Laugenlösung gebadet, was ihnen das charakteristische Aussehen und die Konsistenz verleiht. Außerdem werden sie als Rohrreiniger verwendet, bei der Produktion von Kunststoffen und Papier oder um Seife herzustellen.

Beispiele für wichtige Basen sind Natriumlauge und Kaliumlauge.

Brown'sche Molekularbewegung

= Teilchenbewegung

Bezeichnet die Bewegung der Teilchen im Inneren eines Stoffes. Ihre Geschwindigkeit ist abhängig von der Temperatur:

 

geringe Temperatur = geringes Tempo | hohe Temperatur = hohes Tempo.

 

Sie ist die Kraft, die die Teilchen voneinander wegschubst. Je höher die Temperatur, desto stärker schubsen sich die Teilchen voneinander weg. Wie Tänzer im Club. So kommt es zur Änderung der Aggregatzustände ↑.


C

!!! Carbonsäure

!!! Carboxy-Gruppe


D

!!! Dipol-Dipol-Wechselwirkung

Wechselwirkungen zwischen Dipol-Molekülen. Hier ziehen sich die positiven und negativen Seite der Moleküle so an, dass man sie nur schwer auseinander bekommt. Gleichzeitig drehen sie sich immer so, dass Plus neben Minus steht. Die gleichen Seiten würden sich abstoßen.

Diese Anziehungskraft bedeutet zum Beispiel, dass man viel Energie braucht, um den Aggregatzustand zu ändern. In der Welt der Moleküle sind zum Beispiel 100°C eine Menge Energie. Und so viel ist nötig, um das winzig kleine Wassermolekül von seinen Brüdern zu trennen. Das ist die Auswirkung dieser Wechselwirkung. 

!!! Dipol-Molekül

Molekül mit mindestens einem Plus- und einem Minus-Pol.

Kommt zustande durch die Verschiebung von Elektronen ↑ in der Verbindung in gewinkelten Molekülen mit einer hohen Differenz der Elektronegativitäten ↑ der beteiligten Atome ↑.


E

!!! Edelgas

Elemente der 8. Hauptgruppe mit 8 Außenelektronen

erfüllen die Oktettregel ↑ und gehen deshalb nur sehr, sehr selten Verbindungen ein.

!!! Edukt

Ausgangsstoff bei einer chemischen Reaktion, daraus wird dann ein anderer Stoff (Produkt)

!!! Elektron

negativ geladenes Teilchen im Atom

Ein Elektron hat bestimmte, wichtige Eigenschaften: 

  • Jedes Elektron hat genau eine negative Ladung.
  • Jedes Elektron hat eine Masse, klar. Aber sie ist so gering, dass sie meist vernachlässigt wird.
  • Elektronen "wohnen" in der Atomhülle
  • Ihre Anzahl variiert von Atom zu Atom und entspricht exakt der Anzahl der Protonen ↑. Deshalb kann man sie auch im PSE ↑ ablesen: Sie entspricht der Protonenzahl. 

Gegenteil: Proton.

!!! Elektronenpaar-Bindung

 

!!! Elektronegativität

abgekürzt: EN

Maß für die Anziehungskraft des Atomkerns für Elektronen.

Element mit der höchsten EN: Fluor (EN=4,0)

Element mit der niedrigsten EN: Franzium (EN=0,7).

Elemente ohne EN: Edelgase ↑

!!! Element

Ein Element ist ein Stoff, der ausschließlich aus einer Atomsorte besteht. Wichtig ist hier das Wort ATOMSORTE. In einem Element befinden sich niemals Moleküle, sondern stets nur unverbundene Atome. Alle Elemente, die es gibt, findet man im Periodensystem der Elemente, kurz PSE ↑.

Ein Element wäre zum Beispiel reines Gold. Darin sind ausschließlich Goldatome zu finden. Nichts weiter. Im Element Nickel sind ausschließlich Nickelatome zu finden.

Echte Elemente in der Hand zu halten ist schwierig und meist mit hohen Kosten für die Bereinigung von anderen Stoffen verbunden. Edelmetalle oder Edelgase bilden hier nahezu die einzigen Ausnahmen. Alle anderen Elemente des PSE sind in der Natur so gut wie nie als reine Elemente zu finden.

!!! endotherm

Wärme aufnehmend

Erz

Als Erz wird ein Gemisch aus einem Metall, das man haben will, und seinen natürlich vorkommenden Begleitern bezeichnet. Erze sind die natürlichen Vorkommen der Metalle. Wichtige Erze sind z.B. Eisenerz, Kupfererz oder Aluminiumerz, das "Bauxit" heißt. Aus dem Erz muss, anders als bei gediegenem ↑ Metall, das gewünschte Metall erst noch isoliert werden. Das bedeutet, man befreit es von den nicht interessierenden Bestandteilen. So, wie man z.B. eine Banane schält: Das Interessante ist die Banane selbst, nicht die Schale. Nur ist es bei der Metallgewinnung leider nie so leicht wie beim Banane-Schälen, das interessante Material zu bekommen. Dafür sind meist sehr heiße und manchmal sogar giftige Verfahren entwickelt worden. Im Kapitel "Metalle" erfährst du mehr darüber.

!!! Ester-Gruppe

 

!!! exotherm

Wärme abgebend


F

!!! Fett

 

!!! Fettsäure

 

!!! funktionelle Gruppe


G

gediegen

So nennt man Metalle, die in sehr reiner Form in der Natur vorkommen. Das sind meist die Edelmetalle, wie Gold oder Silber. Meist kommen die Metalle in der Natur als Erze ↑ vor.


H

 

!!! Hauptgruppe

 

!!! Homologe Reihe

 

!!! Hydrolyse

 

!!! hydrophil

 

!!! hydrophob

 

!!! Hydroxid-Ion

 

!!! Hydroxy-Gruppe

 


I

!!! Indikator

 

!!! Ion

 

!!! Ionenbindung

 

!!! Ionengitter

auch: Kristallgitter (da nachsehen)

!!! Isomer

 

Isotop

Atome gleicher Sorte. D.h. sie haben die gleiche Anzahl an Protonen, aber die Anzahl an Neutronen unterscheidet sich.

z.B. gibt es Kohlenstoff in verschiedenen Isotop-Formen. Der "normale" Kohlenstoff besitzt 6 Protonen und 6 Neutronen. Man nennt es C12, da es die Atommasse 12 (6+6) hat. Es wird in der Chemie so geschrieben: 12C. Eines der bekannten 15 Isotope hat für die Altersbestimmung enorme Bedeutung, es ist das C14 mit 6 Protonen und 8 Neutronen (6+8): 14C.


K

!!! Kondensation

auch: Kondensationsreaktion


L

!!! Legierung

 

!!! Lewis-Formel

 

!!! lipophil

"fettliebend"

Stoffe, die sich gut mit Fett mischen lassen, sind lipophil.

!!! lipophob

"fettabweisend"

Stoffe, die man nicht gut mit Fetten mischen kann, sind lipophob.

!!! Löslichkeit

 

!!! Lösungsmittel


M

!!! Metallbindung

 

!!! Metallgitter

 

!!! Mol

 

!!! Molare Masse

 

!!! Molekül

ist eine Verbindung aus 2 oder mehr Atomen.

Ob die Atome gleich sind, wie in O2, H2, O3 oder unterschiedlich, wie in H2O, CO2, HCl, C2H5OH, ist dabei völlig unwichtig. Das sind alles Verbindungen aus Atomen, hier wurden Elektronen zwischen den Atomen verschoben oder sogar ganz abgegeben/aufgenommen. Und genau, wenn das passiert ist, ist ein Molekül entstanden.

MERKE: Alle Verbindungen aus Atomen sind Moleküle!


N

!!! Nebengruppe

 

!!! Neutralisation

 

!!! Neutron

ungeladenes Masse-Teilchen im Atom

Ein Neutron hat bestimmte, wichtige Eigenschaften:

  • Neutronen sind NICHT geladen.
  • Jedes Neutron hat die Masse 1. Zusammen mit den Protonen machen sie die Masse des Atoms aus.
  • Neutronen "wohnen" im Atomkern.

!!! Nomenklatur


O

!!! Oktettregel

 

organisch

Stoffe mit einem Grundgerüst aus Kohlenstoff-Wasserstoff

die meisten Verbindungen auf der Welt sind organisch

z.B. Methan (CH4), Ethanol (C2H5OH) oder Propansäure (C3H5COOH)

Gegenteil: anorganisch ↑

Substantiv: Organik

!!! Oxid

 

!!! Oxidation

im engeren Sinne: Verbindung eines Stoffes mit Sauerstoff (Oxygenium)

im weiteren Sinne: Abgabe von Elektronen an einen anderen Stoff

Gegenteil: Reduktion ↑

Verb: oxidieren

Adjektiv: oxidativ


P

!!! Periode

 

physikalisch

die Physik betreffend

Wenn Stoffe physikalisch interagieren, ändern sich die Molekülzusammensetzungen nicht, sondern lediglich der Aggregatzustand ↑.

polar

Stoff, der positive ↑und negative ↑ Pole ausbildet

Daraus ergeben sich bestimmte Verhaltensweisen dieses Stoffes in seinem Zusammenwirken mit anderen Stoffen

z.B. Wasser  ist polar und löst daher andere polare Stoffe, wie Salze , Haushaltszucker oder kurzkettige Alkohole ↑ sehr gut.

!!! polare Elektronenpaarbindung

 

!!! Proton

positiv geladenes Masse-Teilchen im Atom

Ein Proton hat bestimmte, wichtige Eigenschaften: 

  • Jedes Proton hat genau eine positive Ladung.
  • Jedes Proton hat die Masse 1. Zusammen mit den Neutronen machen sie die Masse des Atoms aus.
  • Protonen "wohnen" im Atomkern.
  • Ihre Anzahl variiert von Atom zu Atom und man sie direkt im PSE ↑ ablesen: Es ist die Protonenzahl oder auch Ordnungszahl. 

Gegenteil: Elektron.

!!! PSE - Periodensystem der Elemente

Das Periodensystem der Elemente zeigt alle Elemente, aus denen unsere Welt zusammengesetzt ist. Wirklich alle!

Es wurde 1869 von Dimitri Mendelejew aufgestellt. Er sortierte alle bis dahin bekannten Elemente nach bestimmten Eigenschaften und erkannte, dass die Elemente ganz gleichmäßig wiederkehrende Eigenschaften haben. So entstand schlussendlich das PSE wie wir es auch heute noch nutzen. Seitdem haben wir neue Elemente entdeckt, die sich ganz selbstverständlich und seinen Gesetzmäßigkeiten entsprechend in das PSE von Mendelejew einfügen. Im Kapitel "Atombau und PSE" erfährst du mehr darüber.


R

 

!!! Reaktionsenergie

 

!!! Reaktionsgleichung

 

!!! Redoxreaktion

 

!!! Reduktion

Aufnahme der Elektronen eines anderen Stoffes

Gegenteil: Oxidation

Verb: reduzieren

Adjektiv: reduktiv


S

!!! Säure

 

!!! Seife

 

!!! Stoffmenge

 

!!! Stoffmengenkonzentration


U

unpolar

!!! unpolare Atombindung


V

!!! Valenzelektronen

auch: Außenelektronen ↑ (dort nachsehen)

 

!!! Van-der-Waals-Kräfte

Anziehungskräfte zwischen allen Molekülen, also zwischen einem Molekül und seinem Nachbarn.

Sehr schwach, aber vorhanden. Wirken sich vor allem bei unpolaren ↑ Molekülen aus, wo keine anderen Anziehungskräfte wirken.


W

 

!!! Wasserstoff

 

!!! Wasserstoff-Ionen

 

!!! Wasserstoffbrücke