Chemie - wichtige Fachbegriffe

A

Aggregatzustände

Es gibt fest, flüssig, gasförmig.

Jeder Stoff kann grundsätzlich jeden Aggregatzustand annehmen. Das kommt ganz auf Druck und vor allem Temperatur an.

Im festen Zustand bewegen sich die Teilchen wenig. Sie bewegen sich zwar, aber unterhalb der Schmelztemperatur für diesen Stoff. Im flüssigen Zustand bewegen sie sich schneller und brechen aus ihrem festen Gefängnis aus. Aber sie bleiben aufgrund von Zusammenhaltekräften, wie Van-der-Waals-Kräften ↑ und Wasserstoffbrücken ↑, noch immer dicht beieinander. Steigt die Temperatur weiter, bewegen sie sich noch schneller. Ab einem bestimmten Punkt (den nennen wir Siedetemperatur ↑) sind die Zusammenhaltekräfte kleiner als die Bewegungsschubser. Und schon fliegen sie in alle Himmelsrichtungen auseinander. Der Chemiker sagt: Der Stoff ist gasförmig.

Atom

Atome sind die kleinsten, mit chemischen Mitteln nicht mehr zu teilenden Teilchen, aus denen alles besteht. Das Wort "atomus" kommt aus dem Lateinischen und heißt "das Unteilbare". 

Atome lassen sich in verschiedene Sorten unterteilen. Sie unterscheiden sich ausschließlich in der Anzahl ihrer Teilchen, aus denen sie wiederum bestehen. Man kann diese "subatomaren" Teilchen aber nicht so leicht voneinander trennen. Subatomare Teilchen sind: Protonen, Elektronen und Neutronen. Im Kapitel "Atombau und PSE" erfährst du mehr darüber.


B

Brown'sche Molekularbewegung

= Teilchenbewegung

Bezeichnet die Bewegung der Teilchen im Inneren eines Stoffes. Ihre Geschwindigkeit ist abhängig von der Temperatur:

geringe Temperatur = geringes Tempo, hohe Temperatur = hohes Tempo.

Sie ist die Kraft, die die Teilchen voneinander wegschubst. Je höher die Temperatur, desto stärker schubsen sich die Teilchen voneinander weg. Wie Tänzer im Club. So kommt es zur Änderung der Aggregatzustände ↑.


C


D

Dipol-Molekül

Molekül mit mindestens einem Plus- und einem Minus-Pol.

Kommt zustande durch die Verschiebung von Elektronen in der Verbindung in gewinkelten Molekülen mit einer hohen Differenz der Elektronegativitäten ↑ der beteiligten Atome.


E

Edelgas

Elemente der 8. Hauptgruppe mit 8 Außenelektronen

erfüllen die Oktettregel ↑ und gehen deshalb nur sehr, sehr selten Verbindungen ein.

Elektronegativität

abgekürzt: EN

Maß für die Anziehungskraft des Atomkerns für Elektronen.

Element mit der höchsten EN: Fluor (EN=4,0)

Element mit der niedrigsten EN: Franzium (EN=0,7).

Elemente ohne EN: Edelgase ↑

Element

Ein Element ist ein Stoff, der ausschließlich aus einer Atomsorte besteht. Wichtig ist hier das Wort ATOMSORTE. In einem Element befinden sich niemals Moleküle, sondern stets nur unverbundene Atome. Alle Elemente, die es gibt, findet man im Periodensystem der Elemente, kurz PSE ↑.

Ein Element wäre zum Beispiel reines Gold. Darin sind ausschließlich Goldatome zu finden. Nichts weiter. Im Element Nickel sind ausschließlich Nickelatome zu finden.

Echte Elemente in der Hand zu halten ist schwierig und meist mit hohen Kosten für die Bereinigung von anderen Stoffen verbunden. Edelmetalle oder Edelgase bilden hier nahezu die einzigen Ausnahmen. Alle anderen Elemente des PSE sind in der Natur so gut wie nie als reine Elemente zu finden.

Erz

Als Erz wird ein Gemisch aus einem Metall, das man haben will, und seinen natürlich vorkommenden Begleitern bezeichnet. Erze sind die natürlichen Vorkommen der Metalle. Wichtige Erze sind z.B. Eisenerz, Kupfererz oder Aluminiumerz, das "Bauxit" heißt. Aus dem Erz muss, anders als bei gediegenem ↑ Metall, das gewünschte Metall erst noch isoliert werden. Das bedeutet, man befreit es von den nicht interessierenden Bestandteilen. So, wie man z.B. eine Banane schält: Das Interessante ist die Banane selbst, nicht die Schale. Nur ist es bei der Metallgewinnung leider nie so leicht wie beim Banane-Schälen, das interessante Material zu bekommen. Dafür sind meist sehr heiße und manchmal sogar giftige Verfahren entwickelt worden. Im Kapitel "Metalle" erfährst du mehr darüber.


F


G

gediegen

So nennt man Metalle, die in sehr reiner Form in der Natur vorkommen. Das sind meist die Edelmetalle, wie Gold oder Silber. Meist kommen die Metalle in der Natur als Erze ↑ vor.


H


I


J


K


L


M

Molekül

ist eine Verbindung aus 2 oder mehr Atomen.

Ob die Atome gleich sind, wie in O2, H2, O3 oder unterschiedlich, wie in H2O, CO2, HCl, C2H5OH, ist dabei völlig unwichtig. Das sind alles Verbindungen aus Atomen, hier wurden Elektronen zwischen den Atomen verschoben oder sogar ganz abgegeben/aufgenommen. Und genau, wenn das passiert ist, ist ein Molekül entstanden.

MERKE: Alle Verbindungen aus Atomen sind Moleküle!


N


O


P

polar

PSE - Periodensystem der Elemente

Das Periodensystem der Elemente zeigt alle Elemente, aus denen unsere Welt zusammengesetzt ist. Wirklich alle!

Es wurde 1869 von Dimitri Mendelejew aufgestellt. Er sortierte alle bis dahin bekannten Elemente nach bestimmten Eigenschaften und erkannte, dass die Elemente ganz gleichmäßig wiederkehrende Eigenschaften haben. So entstand schlussendlich das PSE wie wir es auch heute noch nutzen. Seitdem haben wir neue Elemente entdeckt, die sich ganz selbstverständlich und seinen Gesetzmäßigkeiten entsprechend in das PSE von Mendelejew einfügen. Im Kapitel "Atombau und PSE" erfährst du mehr darüber.


Q


R


S


T


U

unpolar


V

Van-der-Waals-Kräfte

Anziehungskräfte zwischen allen Molekülen, also zwischen einem Molekül und seinem Nachbarn.

Sehr schwach, aber vorhanden. Wirken sich vor allem bei unpolaren ↑ Molekülen aus, wo keine anderen Anziehungskräfte wirken.


W

Wasserstoffbrücke


X


Y


Z